Sonntag, 13. August 2017

Schlammschlacht

Nach einer durchaus unterhaltsamen Weiterbildung in kompetenzorientierter Methodik habe ich mich gestern während 3 Stunden und 47 Minuten gefragt, wieso da so wenig davon hängen geblieben ist bei mir oder ich das Gelernte nicht besser umsetzte? Möglicherweise ist mein Hirn nach der ganzen Pedaliererei in Frankreich einfach noch nicht wieder 100% funktionstüchtig... Auf jeden Fall träumte ich mich während dem ganzen Wettkampf immer wieder weg in die Berge und vor allem zurück in den Ferienmodus... Oder anders gesagt: Wenn ich 5 Wochen lang Beethovens Mondscheinsonate in cis-Moll übe, dann klimpere ich am Konzert auch nicht Comptine d'un autre été von Yann Tiersen. Solche und andere Gedanken begleiteten mich gestern in Schaffhausen auf dem Weg zur Silbermedaille in der AK1 in der Langdistanz.
 
Der Rhein war kalt, aber immerhin doch 10 Grad wärmer als die Luft. In dieser ersten Disziplin litt ich am meisten, bin ich  doch während der ganzen langen Ferien keinen einzigen Meter geschwommen. (Und auch kaum einen Meter gerannt.) Der Rhein spült die Athletenschar zwar zuverlässig Richtung Büsingen, aber ungewöhnlich war es schon, so auf den ganzen 5 Kilometern immer wieder überholt zu werden. Und drum ist meine Schwimm-Split auch weit entfernt von schnell. Immerhin habe ich heuer den Ausstieg nicht verpasst.

Mein Rad steckte in der Pole-Position (die hatte ich mir vergangenes Jahr verdient) bereits fast bis zum Ventil im Schlamm mitten im Stoppelfeld fest, wo es wohl etwas Openair-Feeling aus längst vergangenen Tagen schnupperte. Ich hoffte natürlich, unterwegs bald auf ein flottes Zügli aufspringen zu können und das erlaubte Draften so voll zu nutzen, aber daraus wurde wenig bis nichts. Meine Beine fühlten sich ab Start ziemlich bleiern an und mir fehlte der nötige Biss, mich bergauf an Hinterräder zu heften. Nach 20 km hängte ich mich dann endlich an ein Grüppchen, aber dieses harmonierte ausserordentlich schlecht, und sobald ich die Führung jeweils abgab, fiel das Tempo wieder zusammen. Und das kann’s ja dann auch wieder nicht sein, meine Herren! Also radelte ich die 60 km mehr oder weniger im Alleingang, mach ich ja sonst eh auch, einzig eine Biene leistete mir zwischenzeitlich noch etwas Gesellschaft und hinterliess in meiner Schulter ein hübsches Souvenir.

Mit steif gefrorenen Füssen wechselte ich zur dritten Disziplin. Diese konnte ja heiter werden! 14.8 Kilometer galt es zu rennen und ich dachte mir, Step-by-Step wäre wohl die geeignetste Methode. Ich kroch (gefühlt) wie eine Schnecke dahin, konnte aber bereits vor dem Wendepunkt den aktuellen Stand der Dinge eruieren. Dank Don Carbone’s Liveticker wusste ich dann Anfang 2. Runde auch, dass die 3. Platzierte meiner AK eben erst ihr Rad in der Wechselzone deponiert habe und ich so wohl nicht mehr wie sonst so oft durchgereicht werden würde. Ich versuchte, mich ganz einfach nur auf meinen Laufstil zu konzentrieren, weshalb dann wohl die Gesichtszüge etwas entgleisten und ich nur mässig glücklich aussah. Mir tat nichts weh, ich joggte dahin, zählte die Kilometer rückwärts und wollte einfach nur das Begonnene einigermassen würdevoll beenden. Was ich dann auch tat. Überraschend war, dass ich die Strecke ein ganzes Stück schneller als im letzten Jahr gelaufen bin, als ich mich top seriös in allen 3 Disziplinen vorbereitet habe... Tja. 
 

Quintessenz? Egal was ich trainiert habe, ich kann mich an einen Start stellen und mein Rennen machen, der Output ist meist in etwa der Selbe. Velofahren macht starke Beine und Stärken stärken zahlt sich hinten raus aus, auch wenn ich das Lauftraining etwas habe schleifen lassen. Mich zusammen mit Gleichgesinnten ins Wasser werfen, über Hügel knallen und das Ganze noch mit einem Läufli abschliessen, ist zwischendurch schon noch lässig, auch wenn man das als Normalo nicht immer ganz versteht. Und zu guter Letzt: Be happy, but never satisfied.

Montag, 7. August 2017

Tour du Dauphiné

Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich unterdessen (also während ich in der "flachen" Haute Provence noch locker eine Woche etwas ausrollte) all die Eindrücke meiner Tour du Dauphiné etwas sortieren konnte, aber nein: Da ist nur ein farbenfroher Brei aus wunderschönen Erinnerungen, Emotionen, unvergesslichen Erlebnissen in meinem Radlerhirn... Und sonst eigentlich gar nichts mehr. 

Etappe 1, Sonntag 23. Juli von Echirolles (Grenoble) nach Die durch die atemberaubenden Schluchten des Vercors. Die Gruppe 2 musste sich noch etwas finden, die Herren donnerten wie die Irren in die erste Rampe rein und ich fand mich innert null Komma gar nichts im Gruppetto wieder. Auf den 130 km haben wir zweimal unseren Guide verloren (aber wieder gefunden). Das konnte ja heiter werden...


Etappe 2, Montag 24. Juli führte uns unter dem Deckmantel "Übergangsetappe" nach Ancelle, womit wir auch bereits die Hochalpen erreicht hätten. Also ich allerdings nur knapp, denn ich wurde beinahe vom einsamen Col du Foyer geweht, nachdem ich zuvor runter vom Menée schon im Regen fast erfroren war... In Ancelle wurde ich dann dafür unkompliziert in die Geheimnisse des Schmutzbiers eingeführt.


Etappe 3, Dienstag 25. Juli. Eine ziemlich lange Anfahrt über einige Höger zum bekannten Col d'Izoard, den unsere Italienisch-Schweizerische Fluchtgruppe nicht mit ganz leeren Bidons fahren wollte...  Ich fühlte mich den ganzen Tag über unschlagbar und erreichte das Etappenziel Briançon mit einem extrem breiten Grinsen.


Etappe 4, Mittwoch 26. Juli. Nach einer fruchtbar schlechten Nacht wusste ich, dass die 21 mystischen Kehren auf die Alp d'Huez kein Spaziergang werden würden. Dummerweise habe ich dann aus lauter Blödsinn 3 km unter dem Col du Lautaret eine Attacke kleine gestartet, unsere ganze Gruppe damit komplett zersplittert und das Pass-Täfeli im Endorphinrausch erreicht, hatte aber damit auch all meine Körner bereits verschossen... Das war zugegeben echt dumm, aber es machte eben zu dem Moment auch irre Spass. Das Ziel auf der Alp d'Huez habe ich dann vor lauter In-den-Lenker-beissen verpasst und bin drum durchs Dorf hindurch geschossen und habe die Übung erst bei der Gipfelstation abgebrochen...


Etappe 5, Donnerstag 27. Juli über den Col du Glandon (kurz vor dem Croix de Fer links abbiegen) und den Télégraphe nach Valloir, heute wieder mit frischen Beinen und daher in der Fluchtgruppe und ohne Kaffeplausch.


Etappe 6, Freitag 28. Juli führte uns nach dem Frühstück direkt auf den Galibier - so was Schönes habe ich noch selten gefahren !! Allerdings wurde dann das Dessert des Tages, der kleine, holprige, steile Sarenne zur Alp d'Huez hoch, der auf dem Höhenprofil neben dem Galibier bloss wie ein Maulwurfhaufen aussah, zur echten Challenge. Mein energetisch absoluter Tiefpunkt der Woche, was ich dann einfach mit viel Panaché weggespült habe...


Etappe 7, Samstag 29. Juli, eine wunderschöne Abschlusstour über den Col d'Ornon und die Corniche du Drac zurück nach Echirolles (,von wo wir uns dann grad noch 165 km weiter nach Süden, genauer gesagt ins Vitaverde nach Cruis verschoben (allerdings per Auto) um die Form an unseren "Hauspässen" Lure, Mort l'Imbert, Montfuron, Aulan und natürlich am Mont Ventoux noch zu verfeinern...).


Das waren 7 Tage, beinahe 36 Stunden im Sattel über 19 deklarierte Pässe und unzählige kleine Cols, durch wilde Schluchten und karge Berglandschaften, 771 Kilometer und knapp 17'000 Höhenmeter. Ein unvergessliches Abenteuer zusammen mit ganz tollen Leuten, top organisiert von quäl-dich.de und zu 150% weiter zu empfehlen! Es war soooooooo schön!!!

Freitag, 21. Juli 2017

A bientôt!

Nachdem ich bei der Schlacht am Sempachersee vor zwei Wochen nicht so recht auf Touren kam - der Sprint war zwar lustig, aber irgendwie ging's einfach nicht mehr bis voll an den Anschlag, mein Kopf war nach all den kleinen und grossen Wettkämpfli seit April zu müde-, habe ich mich zusammen mit meinen beiden jungen Wilden ein paar Tage in die Vorarlberger Berge, genauer gesagt ins Brandnertal, zurückgezogen, um beim Downhillen meine Bikeskills noch einmal etwas zu trainieren und um mich beim Kampfwandern zumindest mental super zu erholen. 

Denn den Grind, den werde ich nebst meinen Haxen in den nächsten Tagen sicherlich brauchen bei der Tour du Dauphiné mit Start und Ziel in Grenoble, 7 Tage, 17 Pässe, unter anderem Alpe d'Huez, Col du Galibier, Col du Télégraphe, Col d'Izoard, Col de la Croix de Fer,... Total erwarten mich 17'000 Höhenmeter auf 751 Kilometern. Ich werde dabei für einmal keine Startnummer tragen, das alles läuft unter Radtouristik und wird bestimmt der Hammer! Verfolge mich und meine Abenteuer auf Instagram simso77. A bientôt!

Sonntag, 2. Juli 2017

Lidl Rad Kriterium

Lustig war’s! Kurz, aber brutal hart. Und schnell! Auch ich. 25 Runden à 1.55km. Die netten Herren links und rechts von mir, die mit den überdimensionalen Oberschenkeln, das waren also nicht meine Tempomacher, wie der Speaker irrtümlicherweise nach ein paar Runden verkündete. Nein, wir machten gestern Abend bloss einen spontanen TriUNITED-Betriebsausflug nach Weinfelden an die Erstaustragung des Lidl Rad Kriteriums. Und weil ich die allereinzigste Dame am Start war, naja, drum durfte ich mit den jungen Wilden fahren.

Was die ersten 4 ¾ Runden ganz gut ging, immer optimal an 4. oder 5. Stelle positioniert, wie man es aus den Lehrbüchern eben kennt, aber zugegeben auch schon recht am Anschlag... Da in einem Kriterium zusätzlich noch jede 5. Runde ein Wertungssprit ausgetragen wird, verlor ich dann auf der Zielgeraden zur ersten Zwischenwertung bereits den Anschluss, womit ich ja bereits vor dem Start gerechnet hatte.

Also kämpfte ich allein weiter. Immerhin war ich nicht ganz die einzige, die da aus der ersten Gruppe flog. Und sicherlich war ich die mit dem grossen Kampfgeist. Wenn schon nicht gewinnen, dann wenigstens mit Würde verlieren! Und so stampfte ich 5 weitere Runden ziemlich einsam, angefeuert von den vielen Zuschauern, die es glaub recht toll fanden, dass wenigstens ein mutiges Mädchen den Weg zum Jedermann-Rennen gefunden hatte. Ich fühlte mich auf jeden Fall recht beflügelt durch all die herzlichen Zurufe.

Irgendwann fuhr ich auf Roman auf und wir spannten erfolgreich zusammen. Vor allem tat es gut, nicht mehr allein unterwegs zu sein, das Pedalieren machte gleich wieder doppelt so viel Spass. Danke, Roman! So konnten wir dann im Verlauf der nächsten acht Runden einige versplitterte Jungs wieder einsammeln, das Zügli liess sich brav und nach meinem Gutdünken formieren. Gemeinsam statt einsam kämpften wir also weiter, schliesslich wollten wir nicht noch einmal überrundet werden. In den Kurven attackierte ich immer wieder, also eigentlich wollte ich vor allem den kürzesten Weg fahren, und so fiel dann unser Zügli gegen Ende des Rennens leider wieder auseinander. Als das Hauptfeld zum zweiten Mal an diesem Abend auf uns unterdessen nur noch drei auffuhr, fädelte ich elegant-frech wieder in den Tross ein und konnte noch zwei Runden etwas mitfloaten. Um den finalen Sprint fightete ich dann allerdings nicht mehr, gab ja nix mehr zu holen ausser einem schönen Blumenstrauss, der sogar zu meinem Gwändli passte.
 

Was für ein geiles Abendprogramm! Toller Anlass, super präparierte Piste mit top Kurven, absolut kurzweilige 25 Runden, kompetente Helfer, aufgestellte Fans und total faire Mitstreiter. Es wäre allerdings supermegacool, wenn nächstes Jahr noch ein paar Ladies mehr am Start stünden zum ersten Damen-Kriterium... Go Girls!

Sonntag, 25. Juni 2017

Die WM ist für alle

Zuerst einmal: ich bin froh, dass mich heute keine Schnappschildkröte im Märwiler Riedt angefressen hat. Es gab zwar einige Prügeleien im Wasser, aber das haben wir im Festzelt nach dem Rennen Team intern bereits wieder klären können.

Die unterdessen offizielle Wurst und Brot WM ist und bleibt einer der tollsten Wettkämpfe der Welt! Ein Anlass mit langer Tradition (30 Jahre, um genau zu sein), das halbe Dorf hilft mit, die andere Hälfte steht an den Strecken und feuert einem voller Inbrunst an, auf dem Festgelände geht es her und zu wie bei einem fröhlichen Schwing- und Älplerfest. Ein junges, dynamisches OK hat am prähistorischen Konzept nicht viel verändert, ausser vielleicht bei den Finisherpreisen, da gab’s vor 30 Jahren für alle eine Zitronenpresse, heuer ein mit viel Liebe gebackenes Küchlein und einen güldenen Krug. In diesem einen Sonntag im Juni steckt sooooo viel Herzblut, das glaubt man kaum.

Das Schwimmen ist ja für meinen Geschmack viel zu kurz, gerade mal 200 Meter gibt’s zu paddeln im trüben Teich. Also ist der Spuk nach 3 Minuten bereits vorbei und der lange Lauf in die Wechselzone lässt mich zum ersten Mal an diesem Tag fast in Ohnmacht fallen... Als Wechselkönigin  fliege ich über den Balken, schwinge mich elegant aufs Rad, tammi, die Schuhe klemmen mal wieder, die Gümmeli reissen nicht,... Egal. Voll Garacho stürze ich mich hinunter ins Tal nach Bussnang, von wo aus es dann in Wellen oder wahlweise über Rampen stetig wieder rauf geht bis zum höchsten Punkt bei Wolfikon-Strohwilen, bergauf immer nett ein Männergrüppchen am Hinterrad klebend, welches mich dann auf der Kuppe einfach so stehen lässt, nicht grad besonders charmant... Vielleicht fehlte mir heute aber auch einfach der nötigen Biss. Item, am Ende darf ich die schnellste Radzeit des Tages ins Milchbüechli eintragen, und zwar satte 2 Minuten schneller als die nächste Lady, also nicht schlecht für eine 20km lange Strecke.

Aber da Triathlon ja das Wörtchen „tri“ enthält und das ein Präfix der griechischen Sprache für ‚drei(fach)‘ ist, kommt am Ende immer noch das Läufli. Dieses ist in Märwil eher überdotiert mit 7 Kilometern, inklusive dem gefürchteten Chäsi-Stich, der im Winter von den Kids der Gegend als Schlittelpiste benutzt wird. Meine Lauf-Uhr habe ich schon seit Wochen nicht mehr benutzt, aber es fühlt sich gar nicht mal so übel an. Also zumindest die ersten paar Meter, bis es dann zum ersten Mal einen Anstieg gibt und dort unser Team-Paparazzo das schrecklichste aller Fotos ever von mir schiesst, so dass die Kamera spontan den Geist aufgibt. Ich fighte vor allem gegen meinen inneren Schweinehund... Nach knapp der Hälfte der Strecke ruft mir so ein blonder Dreikäsehoch voll herzig „Hopp, schöni Frau“ zu, was mich enorm beflügelt. Möglicherweise habe ich mich auch verhört, das weiss ich nicht so genau. 3 Kilometer vor dem Ziel überholt mich dann die erste Dame, einen Kilometer später die zweite, c’est la vie... Ich beisse dennoch bis zum bitteren Ende durch und überquerte als 2. Seniorin und 3. Frau overall den Zielstrich.
 

Getreu dem Motto "citius, altius, fortius" lässt sich auch  unsere TriUNITEDbyCHRISsports-Teamperformance sehen: einmal Gold, zweimal Silber und einmal Leder. 

Unsere lokale Weltmeisterschaft ist somit bereits wieder Geschichte, aber neue Pläne wurden schon geschmiedet und ich verrate nur so viel: es wird lustig weiter gehen...

Freitag, 23. Juni 2017

Tour de Thurgovie

Die vergangene Woche habe ich zusammen mit 35 Fünft- und Sechstklässlern und 5 LehrerkollegInnen im Sattel verbracht. Bei hochsommerlichen Temperaturen sind wir einmal um den ganzen Kanton Thurgau geradelt. Dabei legten wir auf 5 Etappen insgesamt gut 180 km im absoluten Grundlagenmodus (mit 2-stelligem Puls der Frau Lehrerin) zurück. Einzig ein 6. Klässler konnte bei meinen Täfelisprints bis zum letzten Tag mithalten. Aber er wünscht sich zum 14. Geburi trotz gutem Zureden meinerseits lieber ein Mofa statt ein Rennvelo... Tja.

Das Velofahren war bei der Hitze ziemlich anstrengend, umso mehr freuten wir uns jeweils auf die Abkühlungen in den Thurgauer Seen, wo es immer noch eine Sprungbrett-Session oder ein Wer-ist-zuerst-beim-Floss-Rennen und Wer-traut-sich-vom-Floss-einen-Seemannsköpfler-zu-machen-Wettkämpfli gab. Das kleine Mädchen in mir startet immer voll durch – einfach herrlich! Zu guter Letzt dann auch noch eine kleine Mutprobe, bei der wir mit Taschenlampen bewaffnet durch die engen Lüftungskanäle einer alten Sandsteinhöhle robbten. Paniert bis in die Nasenlöcher, was für ein Gaudi!

Um nicht ganz aus der Übung zu kommen, habe ich mich Mitte Woche dann aber noch rasch für 3 Stunden davon geschlichen, um am Tri-Bodensee-Club-Zeitfahren die Wellen um Muolen platt zu fahren. Als Fischfutter wurde ich da vor die Haie geworfen, wie auf dem Foto unschwer zu erkennen ist. Mit einer Hammerzeit erreichte ich nach 21 km und einem 38.7-Schnitt den Zielstrich, wo ich mir noch schnell ein paar Salznüssli vom Zvieri durch den Kopf gehen liess. Das einzige Training der Woche, dafür all out.


Allein auf den Schlafentzug hätte ich verzichten können. Aber Mrs S kann dann am nächsten Morgen trotzdem in ihren sexy Velohudlen fröhlich auf der Gitarre klimpern, bis alle Kinder verknittert aus dem Stroh gekrochen sind. Die Stimmung in meiner Terminator-Velogruppe war immer super, die 7 Unerschrockenen kennen nun sogar den Belgischen Kreisel, was leider keine Kernkompetenz des Lehrplans 21 ist. Sie haben immer alles gegeben, gebissen, gelitten und literweise geschwitzt. Ich bin extrem stolz auf sie! Und wir haben viel gelacht und Schabernack getrieben. Also eine rundherum phänomenale Woche mit Action auf dem Velo, im Wasser und zu Land!